INNERSCHWEIZ

UIFE UND ABBE UF DE FRUTT Wie habe ich «meine» Frutt schon durch alle Böden hindurch verteidigt. Immer wieder wurde sie in meinem Beisein als langweilig, als unattraktives Skigebiet, als nicht vergleichbar mit Flims-Laax etc. abgetan. Und doch tummeln sich auf der Frutt immer zahlreiche Menschen. Sei es auf den ganz schmalen Lattlis, den Langlaufskis, auf den etwas breiteren Pistenskis, auf dem Board, zu Fuss, mit Schlitten, mit Hund, mit Kind etc. Und wie strömen doch die Fischer im Sommer in Scharen an die Seen, sei es zum Fliegenfischen oder um am Melchsee einen passenden Platz zu finden und die Angel optimal zu positionieren. Ah ja - diese Fischer machen übrigens auch im Winter nicht Halt mit ihrem Sport. Dann hauen sie nämlich das Eis des Sees durch und fischen durch ein Eisloch.
Wer die Frutt so gut kennt wie ich, weiss, was ich jedesmal empfinde, wenn ich auf diesem wunderbaren Hochplateau ankomme. Vielleicht ist es die Tatsache, dass dort oben «eigentlich» Fahrverbot herrscht. Ich schreibe eigentlich, weil die Ausnahmen leider laufend zunehmen. Ganz sicher ist es die Vielseitigkeit, die der Ort bietet. Der heimelige Dialekt der Einheimischen. Das Frutt-Lädeli, das einfach ein Besuch wert ist. Ja, und was man unbedingt erleben muss ist, auf der Frutt zu übernachten, wenn die Tagesgäste den Ort verlassen haben. Willst du mal wieder einen richtig klaren Sternenhimmel bewundern? Möchtest du dich von Stille einlullen lassen? Frische klare Luft einatmen? Das alles gibt's auf der Frutt.

NEYN-FEYFENEYNZG könnte es öpen kosten, wenn man auf Nidwaldner Boden ein Kafi und einen Nussgipfel geniesst. Zum Beispiel als Abschluss einer schönen Wanderung. Und da kenne ich eine, die quasi ein Must ist für mich in jeder Wandersaison. Mit der Bahn geht's von Emmetten nach Stöckhütten. Von dort startet eine schöne Wanderung in Richtung Niederbauen. Nicht zu streng und doch herausfordernd - mit einer wahnsinnig schönen Aussicht. Von dieser sieht man zuerst noch nichts. Man bewegt sich unterhalb der Bergkette, zu der der Oberbauenstock gehört, bewegt sich auf Alpwiesen und begegnet da und dort einer Kuh, die genüsslich das frische Gras frisst. Vorbei an Alphütten gewinnt man stetig an Höhe. Und dann kommt's: Plötzlich sieht man Ausschnitte des Vierwaldstättersees. Und je mehr Höhenmeter die fleissigen Wanderbeine absolvieren, desto mehr zu sehen gibt es vom weltschönsten See. Aber das Dessert steht noch bevor: Und mit Dessert meine ich nicht den eingangs erwähnten Nussgipfel. Vielmehr wartet nun noch der Ausblick auf den Urnersee auf den Wanderer. Und dieser funkelt in einem Blau, das einfach unverkennbar ist. Du brauchst einmal eine kurze Auszeit? Ferien sind noch nicht da, aber Luftveränderung soll es sein? Auch sportlich möchtest du dich betätigen? Und fürs Auge soll auch etwas dabei sein? Auf dieser Wanderung findest du alles und noch viel mehr. Nun finde heraus, wie du vom Niederbauen wieder runterkommst :-).

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