ZUM INNEREN SELBST

VIELLEICHT DAS SCHÖNSTE REISEZIEL Eine Reise zum inneren Selbst … hm … tönt nach einer kurzen Reise, irgendwie. Man selbst ist ja gefühlt immer bei sich, oder? Warum also Reise? Und was sollte daran schön sein, könnte man verleitet sein, sich zu fragen. Aber wer ist denn eigentlich dieses innere Selbst? Und wo ist es wirklich? Ist es mein Körper, ist es meine Seele, mein Herz? Ist es überhaupt irgendwas? Ja, manchmal ist es in der Tat sehr schwierig, überhaupt noch zum inneren Selbst vorzustossen. Zu viel hat sich im Laufe der Jahre darüber gelegt. Schichten um Schichten. Antrainiertes. Erlerntes. Übernommenes. Aufgedrücktes. Wer war man denn eigentlich, als man «füdliblott» den ersten Atemzug auf dieser Welt gemacht hat? Stellst du dir das auch sehr unvoreingenommen vor? Leicht? Natürlich? Neutral? Ja, halt wirklich «füdliblott»? Und dann kommen sie, die vielen Schichten - und für einmal nicht kleidermässig zum Wärmen. Nein, eine Reise weg vom inneren Selbst beginnt mit jeder einzelnen Schicht. Man könnte eher sagen, dass es im Laufe der Zeit abkühlt im Leben. «Das macht man so». «Jenes macht man nicht.» «Du kannst doch nicht.» «Sei brav.» «Oh nein, jetzt weine doch nicht.» «Du musst das so machen.» «Was denken denn die Leute?» «Das war schon immer so.» Und plötzlich starten die verschiedensten Muster so richtig durch und laufen zur Höchstform auf. Am liebsten möchte man nirgends auffallen, mit dem Strom schwimmen, lieber einmal mehr leiden als einen anderen Weg gehen. Und die Entfernung zum inneren Selbst wird grösser und grösser. Wo ist das Baby, dem es egal ist, in der Öffentlichkeit zu schreien. Dem es egal ist, ob es die Mutter zwei oder sieben Mal aus dem Schlaf zerrt. Dem es egal ist, vor anderen an der Brust der Mutter zu trinken. Unbeschwertheit pur, nicht wahr? Und wo ist diese Unbeschwertheit beim Erwachsenen? Und genau darum geht es auf der Reise zum inneren Selbst. Hin zum Innersten, zum Ursprung, ins Vertrauen. Allem etwas mehr Farbe, etwas mehr Leichtigkeit, etwas mehr Freude zu schenken. Darauf vertrauen, dass es der Seelenplan GENAU SO für einen vorgesehen hat. Wie wirkt das auf dich? Wenn es mal nicht so gäbig läuft und du es nicht wirklich cool findest? Dann etwas weniger in den Widerstand, sondern etwas mehr in die Akzeptanz gehen. Vielleicht mal eins auf den Seelenplan schimpfen oder aber ihm für die deutlichen Zeichen danken? Seien wir ehrlich: Wenn man für eine Situation etwas Mut aufbringen muss, resultieren daraus doch immer die besten Hochgefühle. Und so ergeht es dir auf deiner Reise zum inneren Selbst. Es braucht Mut. Es braucht manchmal Überwindung. Es braucht auch mal eine Träne. Aber jede von diesen Tränen ist reinigend und heilend. Gute Reise!